Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Wolfgang Nickel gibt im Rahmen seiner Ausstellung "Visionen in Glas" in der "Städtischen galerie ada" einen Einblick in die Glasgestaltung von gestern und heute. Erfahren Sie mehr über die traditionelle Technik der Bleiverglasung und lernen Sie die Arbeitswerkzeuge zur Glasbearbeitung sowie die Besonderheiten verschiedener Glassorten kennen. Der Künstler selbst erläutert Ihnen dabei die Möglichkeiten der modernen Glasmalerei und demonstriert die einzelnen Ausführungsschritte am Beispiel eines in der "galerie ada" ausgestellten Glasreliefs.

Die Veranstaltung findet in der "Städtischen galerie ada" statt. Der Eintritt ist in der Kursgebühr enthalten.

Anmeldung möglich Bauhaus - Wiege einer neuen Gestaltung

(MGN, Di., 5.2., 19.00 Uhr )

Die Gründung der Staatlichen Bauhausschule in Weimar jährt sich 2019 zum hundertsten Mal. Die Institution wurde 1919 von dem Architekten Walter Gropius als interdisziplinäre Hochschule für Architektur, bildende Künste und Kunsthandwerk zum Zweck der Entwicklung eines neuen, ganzheitlichen Gestaltungsansatzes gegründet. Grundlage der Lehre war die Zusammenführung von Kunst, Industrie und Handwerk, wodurch die Profession des Designers im heutigen Sinn konzipiert wurde. Bereits 1925 zog die Schule aus politischen Gründen nach Dessau in den ikonischen Neubau um und 1931 weiter nach Berlin, wo sie 1933 - nun als Privatschule unter der Leitung Ludwig Mies van der Rohes - unter dem Druck der Nationalsozialisten geschlossen wurde. Dennoch oder gerade deshalb hat die legendäre Schule ihren Mythos bis in die Gegenwart erhalten und in viele Länder der Erde exportieren können. Als experimentelle Werkstatt konnte das Bauhaus zeitlose Designklassiker hervorbringen, nicht nur die Lampenentwürfe von Wilhelm Wagenfeld und die Freischwinger von Marcel Breuer werden bis heute produziert und erfreuen sich einer wachsenden Sammlergemeinde. In dem reich bebilderten Vortrag wird die Geschichte des Bauhauses anhand verschiedener Design- und Architekturbeispiele dargestellt und vertieft.

Dr. Marian Wild ist Kunsthistoriker, Dozent und freier Mitarbeiter im Neuen Museum Nürnberg
Das Bauhaus war eine der einflussreichsten Gestaltungshochschulen des 20. Jahrhunderts. Es gehört zu den Besonderheiten des Bauhauses, dass es Kunst und Design unter der Idee einer "Einheits-kunstschule" bündelte und sich für verschiedene internationale Strömungen öffnete. Unter dem zunehmenden Druck der Nationalsozialisten entschieden sich viele Bauhausmeister und -schüler nach der endgültigen Auflösung des Bauhauses im Juli 1933 zur Emigration. Auch durch ihre Lehrer und Schüler, durch bestehende und neue Netzwerke im In- und Ausland wirkten die Bauhaus-Ideen weit über das Bestehen der Schule hinaus. In den USA bildete sich die zahlenmäßig stärkste Bauhaus-Nach-folge: Josef und Anni Albers lehrten am Black Mountain College in North Carolina; in Chicago arbeiteten Ludwig Mies van der Rohe, Ludwig Hilberseimer und Walter Peterhans am Armour Institute of Technology und László Moholy-Nagy am New Bauhaus; Walter Gropius betreute die Architekturabteilung der Harvard Graduate School of Design. Im Zentrum dieses Webinars stehen die Nachwirkungen des Bauhauses im geteilten Deutschland. In beiden Systemen prägten die grundlegenden Erfahrungen der Moderne durch den Deutschen Werkbund und das Bauhaus die Theorien und die Praxis der Gestaltung. Nach 1945 fanden die Ideen der Bauhaus-Moderne im geteilten Deutschland eine Rezeption, in der sich jedoch die Besonderheiten der beiden ideologisch unterschiedlichen politisch-wirtschaftlichen Systeme deutlich widerspiegeln. Im Westen wurde das Bauhaus als Leitbild der Internationalen Moderne, im Osten dagegen als Agent der kapitalistischen Industrie gesehen. Ehemalige Bauhäusler waren in der Lehre in beiden Teilen Deutschlands aktiv: im Westen geehrt, im Osten unterdrückt. In der BRD setzte die 1953 eröffnete Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm Idee und Lehre des Bauhauses aktualisiert fort; in der Bauhaus-zeit entworfenen Gebrauchsgegenstände wurden in Reedition als "Designklassiker" produziert: die Tischlampe von Carl Jakob Jucker und Wilhelm Wagenfeld, die Sitzmöbel Marcel Breuers oder die Lampen von Marianne Brandt und Hin Bredendieck. In der DDR dagegen verhinderte der sozialistische Realismus mit der sogenannten Formalismus-Debatte lange Zeit eine Fortführung der Bauhaus-Moderne. Erst in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre setzte in der DDR allmählich eine Neubewertung ein, die 1976 mit dem 50-jährigen Jubiläum und der Rekonstruktion des Dessauer Bauhauses eine offizielle Anerkennung fand. Somit konnte sich das Bauhaus-Erbe schließlich in beiden Teilen Deutschlands durchsetzen.

Prof. Dr. Siegfried Gronert ist Vorsitzender des Vorstands der Gesellschaft für Designgeschichte e.V.

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