Kursangebote >> Gesellschaft und Leben >> vhs online

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Während die Welt immer komplexer wird, ist gleichzeitig - nicht nur in westlichen Gesellschaften - ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, ist offensichtlich weltweit im Schwinden begriffen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität.

Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und einer der besten Islamwissenschaftler. Er ist von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2013 mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Zuletzt ist von ihm bei C.H. Beck das Buch "Warum es kein islamisches Mittelalter gab. Das Erbe der Antike und der Orient" erschienen.

Die Vorträge sind aus der Reihe vhs.wissen live.

SO FUNKTIONIERT vhs.wissen live

- Alle Veranstaltungen werden LIVE GESTREAMT.
- Der Live-Chat bietet die Möglichkeit, sich nach dem Vortrag aktiv an der Diskussion zu beteiligen.
- Nach der Registrierung bei der vhs „Eduard Weitsch“ Schmalkalden-Meiningen erhalten Sie per Mail den Link zu den Livestreams.

Kooperationspartner:

IDEE UND KONZEPTION
Claus Lüdenbach, VHS im Lkr. Erding
Christof Schulz, VHS SüdOst im Landkreis München

freie Plätze "Rechte Strukturen im Kampfsport in Mitteldeutschland"

(vhs online, Do., 14.1., 18.00 Uhr )

,
„Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem TMBJS“ .


In den letzten Jahren wächst das gesellschaftliche Interesse an Kampfsport immer mehr:
Ob als Fitnesssport, Selbstverteidigung oder aus einer Gewaltaffinität heraus, die Gründe
für Kampfsport sind sehr unterschiedlich. Im Vortrag zeigen wir, was Kampfsport für die
extreme Rechte anschlussfähig macht, welche Ideologien und Geschlechtervorstellungen
dahinter stehen und wie sich die rechte Kampfsportszene in den letzten Jahren in
Mitteldeutschland entwickelt hat. Neben rechten Strömungen werden auch Initiativen und
Akteur*innen betrachtet, die sich gegen eine weitere Ausbreitung rechten Gedankenguts
im Kampfsport engagieren.

Referent*innen:
Jonas Müller, hat Politikwissenschaften und Soziologie studiert und beschäftigt sich mit
der extremen Rechten. Das Thema Kampfsport ist dabei sein neuer
Interessenschwerpunkt

freie Plätze Kryptowährungen - Bitcoins und seine Alternativen

(vhs online, Di., 2.2., 18.00 Uhr )

Einige Visionäre sehen in Kryptowährungen (digitalem Geld) bereits die nächste Generation unserer heutigen Zahlungsmittel, welche unabhängig von politischen Interessen einzelner Staaten sowie von marktbeherrschenden Großbanken existieren. Für die Anderen bleiben Kryptowährungen weiterhin Spielgeld von Technik-Freaks oder Zahlungsmittel für verbotene Waren im Internet. Wertzuwächse von mehreren hundert Prozent in wenigen Monaten haben Bitcoins und seine Alternativen auch einem breiteren Publikum bekannt gemacht. Wir zeigen Ihnen wie Kryptowährungen funktionieren und an welchen Stellen sie bereits heute Einzug in unseren Alltag gefunden haben.
Folgende Punkte werden im Workshop besprochen:
· Einführung in Kryptowährungen
· Was versteht man unter Mining?
· Notwendige technische Ausrüstung
· Vor- und Nachteile von Kryptowährungen gegenüber etablierten Währungen
· Gefahren bei Kryptowährungen
· Das Phänomen Bitcoin
· Alternativen zu Bitcoins
· Kryptowährungen als Zahlungsmittel im Alltag
· Kryptowährungen zur Spekulation und Geldanlage

Wichtige Hinweise
Dieser Online-Kurs findet in der vhs.cloud statt - eine bundesweite Lernplattform der Volkshochschulen mit geschütztem, persönlichem Arbeitsbereich.
Voraussetzungen: PC- und Internetgrundkenntnisse, E-Mail-Adresse. In der Regel genügt eine normale DSL-Verbindung und ein aktueller Internet-Browser wie Firefox, Chrome oder Microsoft Edge (Safari funktioniert nicht). Zudem wird ein Headset, alternativ Mikrofon und Lautsprecher sowie eine Webcam benötigt. Am einfachsten ist ein Laptop mit eingebauter Kamera und Mikrofon. Vor Beginn des Kurses erhalten Sie per E-Mail von der VHS Informationen zum Zugang zu Ihrem Kursraum in der vhs.cloud.

Hartmut Nehme studierte an der Fachhochschule Bochum Elektrotechnik. Seither arbeitet er seit mehr als 20 Jahren im Bereich Internet Technologien. Herr Nehme ist für ein weltweit führendes IT Unternehmen tätig und berät Unternehmenskunden in Bezug auf Optimierung ihrer IT durch neue innovative Lösungen. Weiterhin ist es Herr Nehme wichtig auch den Nutzern von Internet-Diensten ein Bewusstsein für die Gefahren im Internet zu verschaffen sowie ihnen neue Internet-Themen verständlich näherzubringen. Privat ist Herr Nehme sportlich sehr aktiv.

freie Plätze Schönheit der Tiere - Evolution biologischer Ästhetik

(vhs online, Do., 4.2., 19.30 Uhr )

(in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft)

Die mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Biologin Christiane Nüsslein-Volhard wird in diesem Vortrag zeigen, welche Funktionen visuelle Attraktion bei Tieren besitzt. Natürliche ›standards of beauty‹ sind, im Anschluss an Darwin, Resultat und Motor zweigeschlechtlicher Fortpflanzung, wobei die relativ schmucklose Oberfläche des Menschen enorme Gestaltungsspielräume ermöglicht. Körperliche Signale, Farben, Töne, Gerüche – besitzen zugleich eine umfassendere kommunikative Funktion im interspezifischen Zusammenleben von Tier- und Pflanzenarten. Wie kommt es aber zur Ausbildung von Farben und Mustern an der Körperoberfläche? Erst in jüngster Zeit ist es gelungen, die molekulargenetischen Mechanismen zu entschlüsseln, die zur Farbproduktion und -verteilung führen. Im zweiten Teil ihres Vortrages zeichnet Nüsslein-Volhard die wissenschaftsgeschichtliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte nach und fasst ihre bahnbrechenden Studien zum Zebrafisch – ihrem Modellorganismus – zusammen.
Prof. Christiane Nüsslein-Volhard, 1942 bei Magdeburg geboren, ist emeritierte Direktorin am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen und seit 2013 Kanzlerin des Ordens Pour le Mérite. Für ihre Entdeckungen von Genen, die die Entwicklung von Tier und Mensch steuern, sowie den Nachweis von gestaltbildenden Gradienten im Fliegenembryo hat sie zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 1995 den Nobelpreis.

freie Plätze Was ist Wissenschaft

(vhs online, Di., 9.2., 19.30 Uhr )

(in Kooperation mit der acatech)

In Corona-Zeiten sind viele Menschen von Fake-News und Verschwörungstheorien irritiert. Wer, wenn nicht Wissenschaft, soll uns im Zeitalter von Pandemien und Umweltkrisen Orientierung geben? Aber auch die Sicherung unsere Lebensgrundlagen ist ohne Wissenschaft und Technik nicht mehr möglich. Was kann aber Wissenschaft und was kann sie nicht? Mit welchen Methoden arbeitet sie? Was sind die Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis? Diese Fragen berühren philosophische Grundlagen von Wissenschaft und Technik, bestimmen aber auch politische Entscheidungen über die Zukunft der Menschheit.

Prof. Dr. Klaus Mainzer war Professor für, Wissenschafts- und Technikphilosophie an den Universitäten Konstanz, Augsburg und München (TUM). Er ist Mitbegründer des Carl Friedrich von Weizsäcker Center der Universität Tübingen. Er ist Autor zahlreicher Fachbücher mit internationalen Übersetzungen  und Mitglied nationaler und internationaler Akademien wie z.B. der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech). Dort arbeitet er z.B. in der Steuerungsgruppe im Auftrag der Bundesregierung für eine Normungsroadmap der Künstlichen Intelligenz.
(in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft)

Das Völkerrecht verbietet es Staaten, in ihren Beziehungen Gewalt auszuüben– dies allerdings nicht ausnahmslos: Staaten dürfen sich gegen bewaffnete Angriffe verteidigen, sie dürfen militärischen Interventionen externer Akteure zustimmen und der UN Sicherheitsrat verfügt über die Kompetenz, militärisches Eingreifen zu autorisieren. Vor dem Hintergrund dieser Regeln des Friedenssicherungsrechts und der Interventionen in Libyen und Syrien wird sich der Vortrag folgenden Fragen zuwenden: Unter welchen Umständen erlaubt das Völkerrecht militärische Interventionen externer Akteure? Unter welchen Voraussetzungen sollte es diese erlauben? Wann sind Interventionen ein Gebot, wann eine Gefahr?

PD Dr. iur. Paulina Starski ist seit 2014 Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht. Sie hatte Professurvertretungen an den Universitäten Köln und Berlin (Humboldt) und ist seit 2020 Professurvertreterin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

freie Plätze Rassismus in den USA

(vhs online, Mo., 22.2., 19.30 Uhr )

Der Rassismus in seinen vielfältigsten Formen, einmal gegenüber Schwarzen, zum anderen aber auch gegenüber Juden, Iren oder Asiaten, zählt gemeinhin als die Ursprungssünde der Demokratie in den Vereinigten Staaten. Der Vortrag wird die historischen Wurzeln dieses komplexen Phänomens ausleuchten, sich aber darüber hinaus der Frage stellen, was systemischer Rassismus in der Gegenwart der USA trotz aller Erfolge der Bürgerrechtsbewegungen konkret bedeutet.

Michael Hochgeschwender ist Professor an der LMU München. Er ist einer der besten Kenner der US-amerikanischen Geschichte und Autor zahlreicher Bücher (Die Amerikanische Revolution: Geburt einer Nation, 1763 – 1815, Der Amerikanische Bürgerkrieg)
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Geschlossene Bühnen, leere Theater: Was bleibt von der Kultur nach Corona?
Mit Alexander Gorkow und Laura Hertreiter
Die Kultur ist einer der großen Verlierer der Pandemie. Konzerte, Kabarett, Lesungen, Theater – vieles musste abgesagt werden oder fand nur mit ganz wenigen Besuchern statt. Musiker, Schauspieler und viele andere Künstler bangen um ihre Existenz. Die grundsätzliche Frage lautet: Wie geht die Gesellschaft in der Krise mit der Kultur um. Die große Sorge lautet, dass in der Pandemie ein Gutteil der kulturellen Substanz verloren geht. Über diese Fragen diskutieren die beiden SZ-Journalisten Alexander Gorkow und Laura Hertreiter. Beide leiten das Ressort Kultur und Medien.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

freie Plätze Was ist Technik?

(vhs online, Di., 2.3., 19.30 Uhr )

(in Kooperation mit der acatech)


Technik bestimmt unser Leben, doch unter dem Begriff verstehen wir ganz verschiedene Dinge: Im Ingenieurstudium dominieren Strukturen und Funktionen materieller Dinge, zum Beispiel Motoren und Computer. Philosophen und Historiker wollen Menschen, ihre Kultur und Gesellschaft, in den Technikbegriff integrieren; ohne sie wäre Technik nie entstanden. Mit Blick auf neuere Entwicklungen in Software und Biotechnologie stellt sich Technik nochmals anders dar. Alle unsere Technikbegriffe haben Auswirkungen auf unser Handeln und Denken, die vorgestellt und anschließend diskutiert werden.

Wolfgang König ist Professor für Technikgeschichte (a. D.) an der Technischen Universität Berlin und ordentliches Mitglied von acatech. Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. Gastprofessuren hatte er an der Technischen Universität Wien und an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Beijing inne. Für seine Arbeiten zur Technikgeschichte und Technikbewertung ehrte ihn der Verein Deutscher Ingenieure mit seinem Ehrenring und der VDE mit der Karl-Euler-Medaille. Für herausragende wissenschaftliche Beiträge zum Dialog der Geistes-, Natur- und Technikwissenschaften erhielt er den Braunschweiger Abt Jerusalem-Preis. Zu seinen Forschungsfeldern gehören die Konsumgeschichte sowie die Geschichte der Technikwissenschaften und der Berufsgruppe der Ingenieure.

freie Plätze Friedensprojekt Europa?

(vhs online, Do., 4.3., 19.30 Uhr )

Ist der stabile Friede in Europa gefährdet? Zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird aus guten Gründen der Friede zu den hauptsächlichen Errungenschaften des europäischen Einigungsprozesses gezählt. Heute stellt sich aber nicht nur die Frage, ob dieser Friede in Richtung auf verstärkten Nationalismus gefährdet sein könnte. Es ist vielmehr auch offen, ob Europa bei einer gelingenden Verstärkung der gemeinsamen Verteidigungs- und Sicherheitspolitik lediglich zu einer weiteren eigeninteressierten Großmacht auf globaler Ebene werden wird. Muss Europa nicht auch in der Politik gegenüber Staaten, die der europäischen Friedensordnung nicht angehören, den Prinzipien folgen, die sich als so segensreich für Europa erwiesen haben?
Der Vortrag versucht, anhand historischer Überlegungen diesen Fragenkomplex aufzuhellen.
Hans Joas ist Professor an der Berliner Humboldt-Universität. Regelmäßig lehrt er auch an der renommierten University of Chicago. Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, so 2015 den Max-Planck-Forschungspreis.

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