Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Veranstaltungen am 23.09.2019:

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Die bundesweite berufsbezogene Deutschsprachförderung nach § 45a AufenthG richtet sich an Menschen im arbeitsfähigen Alter mit Deutsch als Zweitsprache und Zugang zum Arbeitsmarkt, welche im Rahmen einer beruflichen Perspektive ihre berufsbezogenen und/oder fachspezifischen Deutschkenntnisse verbessern wollen.
Übergreifendes Ziel der berufsbezogenen Deutschsprachförderung ist die schnelle und nachhaltige Integration der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt oder in weiterführende Bildungs- und Ausbildungsinstitutionen durch Schaffung bzw. Erhaltung der Ausbildungs- und Beschäftigungsfähigkeit.
Die berufsbezogene Deutschsprachförderung ist modular aufgebaut. Ein Modul ist dabei definiert als eine bestimmte Zahl von Unterrichtseinheiten (UE), die notwendig ist, um von einem Sprachniveau entsprechend dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) auf das nächsthöhere zu gelangen und/oder um bestimmte berufs(feld)spezifische Sprachelemente zu erwerben. Jedes Modul schließt mit einer Prüfung ab. Das System der berufsbezogenen Deutschsprachförderung besteht aus Basis- und Spezialmodulen.

Zulassungsvoraussetzungen:

Die Verordnung über die berufsbezogene Deutschsprachförderung (DeuFöV) tritt am 01. Juli 2016 in Kraft. Dieses Angebot knüpft grundsätzlich an das Sprachniveau B1 an. Die berufsbezogene Deutschsprachförderung erfolgt zunächst in Form von Basismodulen: C1 im Umfang von 300 UE und B2 seit 01.01.2019 im Umfang von 500 UE (inkl. Brückenmodul). Der Übergang zwischen dem Integrationskurs und einem anschließenden Berufssprachkurs mit dem Zielniveau B2 nach dem GER stellt für viele Lernende eine große Herausforderung dar. In einem eigens für diesen Übergang entwickelten Brückenelement B1/B2 werden die bereits bekannten B1-Inhalte aus dem Integrationskurs mit berufsweltlichen Kontexten in 100 UE wiederholt und gefestigt, um die Teilnehmenden besser als bisher auf die Anforderungen des B2-Basiskurses vorzubereiten.

Die Teilnahme setzt einen Berechtigungsschein der Agentur für Arbeit, des Jobcenters oder des BAMF sowie ein gültiges Zertifikat Deutsch B1 voraus. Sollte das B1-Zertifikat bei Anmeldung älter als 6 Monate sein, ist ein Einstufungstest zu absolvieren.

Anträge beim BAMF können gestellt werden für:

* Personen, die einen ausländischen Berufsabschluss besitzen und sich im Anerkennungsverfahren oder dem Verfahren zur Berufserlaubnis befinden
* Auszubildende im Sinne des § 57 Absatz 1 SGB III
* Beschäftigte, die weder bei der Agentur für Arbeit noch dem Jobcenter gemeldet sind.

Die Teilnahme ohne Berechtigungsschein ist nicht möglich.
Für Beschäftigte fällt ein Kostenbeitrag von 2,07 € pro UE an.

Deutsch für den Beruf - Basismodul B2:

Gute Deutschkenntnisse sind die Grundvoraussetzung, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen und sich im Berufsleben weiter behaupten zu können. Ziel des B2-Moduls ist, dass die TeilnehmerInnen innerhalb von 500 UE (inkl. Brückenmodul) Kenntnisse und Kompetenzen in der deutschen Sprache erwerben, die im Rahmen des GER mit dem Sprachniveau B2 definiert sind.

Das Sprachniveau B2 nach dem GER bildet die zweite Stufe der selbstständigen Sprachverwendung. Es ist in verschiedenen Berufsfeldern faktische oder gar gesetzliche Voraussetzung, um eine entsprechende Tätigkeit aufnehmen zu können. So werden beispielsweise für die Berufe wie Krankenschwestern/-pfleger oder AltenpflegerInnen Deutschkenntnisse auf der Niveaustufe B2 des GER verlangt.

Die Fachwelt ist sich allerdings darüber einig, dass Deutschkenntnisse mindestens auf dem Niveau B2 unabhängig von der jeweiligen Branche sowohl für die Aufnahme einer qualifizierten Tätigkeit als auch einer Berufsausbildung notwendig sind. Angesichts des technologischen Wandels und der immer weiter steigenden fachlichen und kommunikativen Anforderungen ist jedoch auch nach Arbeits- oder Ausbildungsaufnahme eine stetige Weiterentwicklung der Deutschkenntnisse in Richtung einer kompetenten Sprachverwendung unabdingbar.

Lernziele:

Ziel des B2-Moduls ist, dass die TeilnehmerInnen innerhalb von 500 UE (inkl. Brückenmodul) Kenntnisse und Kompetenzen in der deutschen Sprache erwerben, die im Rahmen des GER mit dem Sprachniveau B2 definiert sind. Mit dem Sprachniveau B2 ist entsprechend dem GER die Leistungsstufe der selbstständigen Sprachverwendung umschrieben, auf der die Teilnehmenden über folgende grundlegende Fähigkeiten verfügen:

* die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen sowie auch Fachdiskussionen im eigenen Spezialgebiet verstehen.
* sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist.
* sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben.

Im Rahmen dieser Zielsetzung werden die Fertigkeiten Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben gleichermaßen und integriert entwickelt.

(Angaben gemäß dem Konzept für ein Basismodul B2, BAMF DeuFöV, 09/2016 und dem Konzept für ein Brückenelement B1/B2, BAMF DeuFöV 12/2018)

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